Breuninger
03 | 03 | 2026

Kleine Besetzung – grosse Wirkung

Bild: Bernhard Fuchs, Uraufführung SEEGFRÖRNI

Theaterstücke für zwei bis fünf Personen sind oft sehr anspruchsvoll für die Darstellerinnen und Darsteller. Aber da meist alle Rollen tragend sind, fesseln die Figuren das Publikum umso mehr.

Vor einem Jahr erschienen und schon zahlreich vertreten auf dem Spielplan ist die irrwitzige Komödie SEEGFRÖRNI von Beat Schlatter und Patrick Frey. Mitten im Sommer sorgt eine kühne Wetterprognose für Aufregung: Der nächste Winter soll so kalt werden, dass der Zürichsee zufriert. Für den risikofreudigen Frank Stierli ist klar – das wird seine Chance. Er plant, die grosse Seegfrörni gewinnbringend zu vermarkten, auf Pump und mit viel Optimismus. Dumm nur, dass sein Gläubiger selbst am Abgrund steht – und das restliche Vermögen seiner Mutter ausgerechnet in hunderttausenden Schlittschuhen steckt. Ein rasanter Schwank über grosse Visionen, wacklige Allianzen und Geschäfte auf dünnem Eis. Das Stück wurde 2012 im Zürcher Hechtplatz Theater erfolgreich uraufgeführt und begeistert nun auch auf den Amateurbühnen.

Für viel Komik mit Tiefgang sorgt das Drei-Personenstück GÄNSESCHMAUS von Thomas Rau, in der Dialektbearbeitung von Simon Burkhalter. Die vegane Komödie über drei Freundinnen ist ein bissiges Ensemblestück mit viel Frauenpower. Seit Jahren ist es Weihnachtstradition: Vera, Natalie und Brigitte treffen sich zum knusprigen Gänsebraten. Doch diesmal beginnt das Festessen mit einem Paukenschlag. Denn Vera serviert ihren völlig verdutzten Freundinnen eine vegane Weihnachtsgans – und der gemütliche Abend entwickelt sich für die drei zum Stresstest. Bekommen die drei am Ende noch die Kurve oder wird die Freundschaft geschlachtet?

Ein wahres Pointenfeuerwerk hingegen ist DAS SPANISCHE WUNDER des deutschen Autorenduos Lars Albaum und Dietmar Jacobs in der Dialektbearbeitung von Erwin Britschgi. Eigentlich will Hubert Habermacher nur seine Scheidung regeln – und strandet stattdessen in einem spanischen Kaff mit Motorschaden und Zimmernot. Ausgerechnet mit der lebenslustigen Studentin Nelli muss er sich ein Hotelzimmer teilen. Als die beiden auf mysteriöse Weise die Körper tauschen, gerät alles ausser Kontrolle: Ehefrau und Lover sorgen für zusätzliche Verwirrung. Ein rasantes Verwechslungsspiel mit Schlagabtausch im Sekundentakt und jeder Menge Publikumsnähe.